Rorqual - Welt der roten Wasser

Diese fantastischen Irrlande befinden sich in einer Welt irgendwo in Zeit und Raum, wie Inseln im Meer. Auf solchen spielt sich darin auch das Leben ab, und jede zweite Woche entwickelt es sich weiter.

Näheres zu diesem von Diplomatie in einer kleinen Welt geprägten PBEM auf www.rorqual.de oder Allgemeines auf www.pbem-spiele.de


Die folgende Darstellung ist noch sehr rudimentär, das soll sich irgendwann noch ändern... ;)


Willkommen in Volcanimagia

Seid gegrüßt, Reisender. Tretet näher und verweilt diesen Moment, nehmt einen Atemzug der klaren Luft und genießt die rauhe Natur ringsum.

Der Anfang

Erwachen

Man schrieb das Jahr 9, als zu Hovecan Licht gegen Dunkel focht, zu erlangen das prophezeite Kind vor dem Griff des Chaos. Kulmination aller Ereignisse war das Erwachen des Morloks und dessen Sieg über Dante. Just als Rorqual erbebte ob des Gottes Tod erwachten wir in dieser Welt. Gestrandet an einer bewaldeten Küste, unsere Schiffe bis auf eins gebrochen und versunken, machten wir uns auf, die Lande zu erkunden und uns eine neue Heimat aufzubauen.

Unsere Läufer und Reiter fanden verlassene Gebäude, triste Gegenden und mutlose Bauern. Und die Riesen der verschleierten Berge. Aus dem Südosten kamen sie, immer fünf auf einmal, bewachten still die Regionen und ließen niemanden hinein. Niemals sahen wir ihre Gegenden, ihre Kultur, niemals hörten wir sie sprechen, einzig ein Beitrag im Götterboten erzählt von ihrem Weg die Berge hinunter. Tja, kurze Zeit später gingen sie diese auch wieder hinauf, sie waren hier wohl nicht glücklich geworden...

Währenddessen fanden wir uns auf allen Seiten umgeben von Grenzen: dem roten Meer und den bewachten Regionen der Riesen, doch auch Regionen des Taurus Konkordats und Helgedads. Sie alle antworteten sehr kurz angebunden, wiesen uns ab und erzählten uns vom "größten Krieg zwischen Sterblichen, der je zu Rorqual stattfand". Kriegsbeobachter, Erkunder, Neugierige und jegliche Art von Unbeteiligten seien gerade unerwüscht. Aber immerhin erfuhren wir von ihnen einiges über unsere Insel und ihre Völker: Nor Merrin ist der Name der Insel, und die hier lebenden lichten wie wechselhaften Reiche führen Krieg gegen das Dunkle Imperium.

Kaum verging ein Mond, machten wir hautnah unsere ersten Erfahrungen mit dem Krieg vor unserer Höhle: Beim erneuten Versuch, Zutritt zu einer angrenzenden Stadt zu erhalten, waren die Wachen von König Rothar verschwunden - und der Weg frei, mitten ins Schlachtgeschehen! Wir sahen, wie Goblins von Helgedad gegen vorher unsichtbare Gegner kämpften, kämpften und verloren. Widergänger waren es, untote Wesen finsterer Gesinnung aus Kiril Threndor. Der folgende Mond brachte - genährt durch das Schlüsselloch in unserer Grenze - Erkenntnisse über das umliegende Land, alles verlassene Regionen... Doch schnell bemerkten wir, daß wir uns genau zwischen den kämpfenden Heeren befanden! Gezischte Botschaften ungesehener Schatten legten uns nahe, die Gegend unverzüglich zu verlassen, man sei geduldig, jedoch nicht auf ewig... Nun ja, so sehr wir uns auch wünschten, weitere Gebiete kennenzulernen, die Vernunft siegte und unsere Erkunder zogen sich zurück aus dem Norden.

Im Osten hingegen trafen wir erneut auf Truppen des Taurus Konkordats, eine Art Vorhut, geschart um eine Magierin namens Morgana Le Faivre. Beim erneuten Angriff ungesehener untoter Krieger hatten wir unsere ersten Erfahrungen mit Kampfesmagie - Feuerbälle, Stürme und Drachenfeuer ergossen sich über die Untoten und ließen sie vergehen. Ein eindrucksvolles Schauspiel für uns Unbedarfte - der Gefahr, an diesem Ort zu sein, waren wir uns in dem Moment nicht bewußt. Doch wenig später erreichte uns ein baumeisterlicher Sendbote des Taurus Konkordats und wies uns Schranken. Nun ja - erneut ein Zurück. So gingen und ritten alle Erkunder und Wanderer gen Volcanimagia, bis auf Odig. Von seinem Bericht will ich Euch erzählen:

Odigs Bericht

Gewaltig! Riesig! Mammutös! - Wovon ich rede? Der Armee des Taurus Konkordats! Ich habe sie gesehen, wie sie kampierte bei Aarnak, und wie sie aufbrach, mit dem Kampfsignal des Königs: "Die Fahnen hoch!"

Tausende und Abertausende waren versammelt, Ritter, Schützen, Boten, Tempelgarden, Heiler, Adelige, frisch rekrutierte Bauern und Veteranen alter Schlachten. Menschen sah ich zuhauf, doch nicht weniger Drakons, Elben, Zwerge, auch Kyrri, und sogar Feen und Nordriesen! Eine gewaltige Menge an bunten Zelten beherbergte diesen Heerwurm, von Horizont bis Horizont reichte mein Auge und sah nichts als Waffenträger und ihren Troß.

Etwas abseits waren untergebracht die Anführer der Heere. Generäle, Adelige und Priester, und daneben all die Magier und ihre Begleitung... Die Augen gingen mir über beim Blick auf all die sonderbaren Wesen und Dinge, die ich hier sah: Ballons, in denen Magier fliegen, während Adler und Drachen sie umkreisen, starr beäugt von Ghoulen, die ein Skelett herumtragen! Und nein, ich habe nicht zu lange unter irgendeinem Fass gelegen!

Viele Reiche haben Krieger gesandt, vielen begegne ich zum ersten Mal. Sie nehmen mich kaum wahr, ignorieren mich, und ich wage es nicht, meine Stimme zu erheben. Ein großer bunter Teppich ist diese Ebene von oben sicherlich, Adler müßte man sein...

Mit dem Aufbruch der Armee in das von mordorschen Orks bewachte Aarnak, wo die Standarte der Finsternis ruhte, bewacht vom lichten Titanen Orwyn, endete Odigs Zeit. Der Weg zurück war schon versperrt worden, und so gehorchte er dem gegebenen Wort von Magister Ectere auf andere Weise - wir hörten seitdem nichts mehr von ihm.

Merols Bericht

Ein weiterer Erkunder, Merol, war schon auf dem Rückweg in das Banngebiet, und kampierte in einem Zelt an der Grenze zu den umkämpften Regionen, als sich ihm plötzlich ein große Menge bunt gekleideter Krieger von Norden her näherte. "Erstaunlich," dachte Merol, "wo wollen die denn hin? Neben mir ist unser Banngebiet, und im Süden auch - wollen die da etwa durch?"

Merol erkannte ein Tausende zählendes Heer aus Andelkrag, das mit viel Trara nach Süden kam. Hinter einen Busch gehockt beobachtete er das Anhalten, die erstaunten Mienen und die lauten Unmutsäßerungen, als sie erkannten, daß sie in einer Sackgasse waren, umgeben von göttlichem Banngebiete, goldsilbrig funkelnd. Und das konnten sie nicht betreten, so sehr sie es versuchten. "Warum drehen die nicht einfach um und laufen im Norden herum?" dachte sich Merol gerade, als er ein gleichmäßiges Stampfen, rhythmisches Stapfen und einen leisen schrecklichen Singsang nahen hörte...

Aus dem Nichts, wie ihm schien, kam eine Armee - ameisengleich, Widergänger und Dunkelelben, ein anscheinend unaufhaltsames Mahlwerk - und stapfte dem bunten Heer entgegen, ohne Geschwindigkeit oder Formation zu ändern. Wie eine schwarze Flut ergoß sich diese dunkle Armee über das bunte Treiben, ohne zu stocken oder innezuhalten. Wie die Zangen eines Hirschkäfers umgab es den einzigen Ausweg aus der Region, und dann ging es einfach voran. Kein Schrei, kein Rufen, keine Emotion zeigten seine gepanzerten Einheiten - was die Dunkelelben nicht zu Anfang schon per Pfeil geerntet hatten, wurde von dem vieltausendköpfigen Schrecken niedergesenst.

Starr erlebte Merol das Ende der Bunten. Kaum eine Stunde war vergangen, als das Zirpen einer Grille neben ihm ihm die Stille der Gegend zu Bewußtsein brachte. Eben waren hier über zweitausend laute Bunte von stillen schwarzen Seelenräubern bezwungen worden. "Eine Demonstration von Macht!"

Der Aufbau


Hier enden die Aufzeichnungen - fürs erste. Die Zeit der Schreiber wird wiederkommen, Euch weitere und weniger alte Geschichten zu erzählen!